Von der Verbände- zur Mediendemokratie
– eine Herausforderung für die Kommunikation
Seit dem Umzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin vor mehr als einem Jahrzehnt haben sich die Spielregeln der Politik grundlegend verändert. Die eingespielten Strukturen der Bonner Republik sind einer Mediendemokratie gewichen, in der es Verbänden und anderen Akteuren der organisierten Interessenvertretung zunehmend schwerer fällt, sich bei der Politik Gehör zu verschaffen. Zu groß ist die Konkurrenz um die Aufmerksamkeit der politischen Klasse. Wollen sich Verbände heute Goodwill in der Politik sichern, reicht es nicht mehr, das persönliche Gespräch mit einzelnen Akteuren zu suchen. Gefragt sind umfassende Dialogangebote an alle Stakeholder.
Gleichzeitig verändern sich die Mechanismen der öffentlichen Meinungsbildung. Diese vollzieht sich nicht länger nur in klassischen Funk- und Printmedien. Wer den politischen und medialen Diskurs mitbestimmen will, kommt nicht länger um das Internet herum. Hier gelten andere Regeln. Nur wer sich neuen Denk- und Kommunikationsmustern öffnet – Netzwerk statt Hierarchie, produktives Chaos statt Kontrolle – kann das Web erfolgreich für seine Zwecke nutzen. Viele Verbände sind auf diese massiven Umwälzungen noch nicht vorbereitet.
Auch öffentliche Institutionen und Unternehmen gelten vielen als träge und schwerfällig. Wollen sie ihre Anliegen in Medien und Politik durchsetzen, müssen sie sich in einem Umfeld bewähren, dass häufig schneller und dynamischer ist als das eigene Geschäft. Hinzu kommt, dass sie häufig unter höherem Legitimationsdruck stehen, nicht zuletzt wegen ihrer öffentlichen oder öffentlich-rechtlichen Finanzierung.
Deekeling Arndt Advisors unterstützt Verbände und Institutionen bei der Vernetzung mit der Politik, bei der Vertretung ihrer Interessen in Berlin und Brüssel sowie bei umfassenden Kommunikationskampagnen.
