Akzeptanzkosten sind Investitionen in die Zukunft

"Patentrezepte"  für erfolgreiche Bürgerbeteiligung gibt es nicht – das zeigt auch die langjährige Beratungspraxis von Deekeling Arndt Advisors. Ein pauschales Mehr an Bürgerbeteiligung und die standardisierte Anwendung bestimmter Methoden wie Runde Tische oder Mediationen sind nicht die Lösung. Je nach Vorhaben, Ausgangssituation und involvierte Gruppen gilt es, individuell festzulegen, wie direkt und wie repräsentativ Partizipation sein sollte und kann. Vor allem: Bei jedem Projekt muss es im Kern zunächst darum gehen, Konflikte zu vermeiden und durch eine transparente Kommunikation verhärtete Fronten erst gar nicht entstehen zu lassen.

Unternehmen müssen lernen, auf Augenhöhe mit den Bürgern zu kommunizieren – nicht in der Sprache von Investoren, Juristen  und Technikern, sondern in der Sprache der Menschen. Dazu müssen sie vor allem bereit sein, die Sicht betroffener Bürger einzunehmen, ihre Erwartungen, ihre Sorgen und ihre Bedürfnisse zu hören und ernst zu nehmen. Eine gesellschaftspolitische Orientierung im Management ist dafür eine wesentliche Voraussetzung.

Entscheidend ist aber auch die richtige Verortung von kommunikativer Kompetenz in den Managementprozessen sowie in den Projektteams. Es geht nicht um das "Verkaufen" unternehmerischer Vorhaben und Entscheidungen. In diesem strategisch verstandenen Sinne schafft Kommunikation die Erfolgsbedingungen für die erfolgreiche Umsetzung von Großprojekten. Das erfordert eine neue Praxis und ist auch häufig mit höherem Aufwand verbunden. Aber die Akzeptanzkosten sind in der Regel wesentlich geringer als der Aufwand für verzögerte oder gar gescheiterte Prozesse – sie sind Investitionen in die Zukunft.